Zinspilot: Erfahrungen, Tests, Berichte

Zinspilot.de Bewertung:

4.3/5

Das Wichtigste in Kürze:

  • Zinspilot ist eine Zinsplattform, mit der Anleger in Deutschland Tagesgeld- und Festgeldangebote bei Banken im europäischen Ausland nutzen können. Da viele Banken in Deutschland inzwischen kaum noch Zinsen zahlen, lohnt sich der Blick auf diese Angebote.
  • Ein Teil der Zinspilot-Partnerbanken liegt allerdings in Ländern, deren Wirtschaftskraft Ratingagenturen als sehr viel schlechter einschätzen als jene Deutschlands. Es ist nach unserer Einschätzung nicht gesichert, dass die Einlagensicherung dort in jedem Fall funktioniert.
  • Wir empfehlen nur Banken aus Ländern mit gutem Rating. 
  • Angebote sicherer Banken findest Du in unseren Ratgebern zu Tagesgeld, Festgeld und Anlageplattformen.
  • Link zur Webseite: Zinspilot.de

Das Zinsniveau in Deutschland ist auf Rekordtief – Sparer müssen weiter gehen als zur Hausbank um die Ecke, um Zinsen aufs Tagesgeld und Festgeld zu erhalten, die über der Inflationsrate liegen. Und da es attraktive Zinssätze oft nur für kurze Zeit gibt, bedeutet das auch, dass Kunden ihre Sparkonten öfter wechseln müssen, um stets die besten Angebote zu finden. An diesem Punkt knüpfen Zinsplattformen wie Zinspilot an.

0
Bewertung von 10 🌠🌠🌠
Benutzerfreundlichkeit 83%
Gebühren 69%
Anlagenauswahl 98%
Kundenservice 79%

Zinspilot Pros

Zinspilot Contras

Was ist Zinspilot?

Das Unternehmen Zinspilot bietet seinen Kunden Anlagemöglichkeiten bei verschiedenen Banken aus Deutschland und anderen EU-Ländern an. Der Anbieter setzt dabei vor allem darauf, den Anlageprozess zu erleichtern: Zinspilot ermöglicht seinen Kunden die Anlage von Tages- und Festgeld, ohne dass sie bei den Anlagebanken selbst ein Konto eröffnen müssen. Für den Anlageprozess bei den unterschiedlichen Banken genügt es also, einmalig über Zinspilot ein Konto zu eröffnen und sich zu legitimieren. Andere Zinsplattformen sind etwa Weltsparen, Zinsgurus und Savedo.
Für die Eröffnung eines Zinspilot-Kontos gelten die gleichen Bedingungen wie bei den meisten anderen Konten: Der zukünftige Anleger muss volljährig und Steuerinländer sein. Er muss eine deutsche Meldeadresse vorweisen können und darf nicht steuerpflichtig in den USA sein. Da Zinspilot selbst keine Bank ist, erhält der Kunde für die Abwicklung der Tages- und Festgeldanlagen ein Konto bei der Zinspilot-Partnerbank Sutor Bank. Manche Bestandskunden haben es bei der Fintech Group Bank. Um das Konto zu eröffnen, musst Du Dich entweder über das Postident-Verfahren oder das Videoident-Verfahren legitimieren. Sobald das Konto eingerichtet ist, kannst Du auswählen, bei welchem Tages- oder Festgeldanbieter Du Dein Geld deponieren möchtest.

Die Anlage der Kundengelder erfolgt bei Zinspilot nach dem Treuhand-Modell. Die Partnerbank legt das Geld treuhänderisch bei der jeweiligen Anlagebank an. Das hat den Vorteil, dass Anleger keine weiteren Konten bei anderen Banken eröffnen müssen. Für die Anlage gelten dann die Konditionen und auch die Einlagensicherung der Bank, bei der das Geld letztlich angelegt ist.

Ein Beispiel: Du hast Dein Basiskonto bei der Sutor Bank und entscheidest Dich für ein Festgeld für die Dauer von sechs Monaten bei der Austrian Anadi Bank. Du erhältst dann die Zinsen, die Dir die Austrian Anadi Bank bietet. Deine Einlagen sind über den Sicherungsfonds aus dem Land abgesichert, aus dem diese Bank ihre Banklizenz besitzt – in diesem Fall über den österreichischen Einlagensicherungsfonds.

Benutzerfreundliche Zinspilot Webseite

ZINSPILOT arbeitet mit 54 Banken aus Deutschland und aus dem europäischen Ausland zusammen. Es gibt 164 Festgeld- und 12 Tagesgeldangebote. Über 200.000 Kunden haben seit der Gründung rund 30 Milliarden Euro über Deposit Solutions angelegt. Am 10.08.2017 übernahm die Raisin DS GmbH zudem den Konkurrenten Savedo, der seither mit ZINSPILOT unter einem Dach firmiert.
Deposit Solutions ist inzwischen das zweitwertvollste FinTech in Deutschland. Die Bewertung liegt bei 440 Millionen Euro. Das Hamburger Unternehmen hat in der letzten Finanzierungsrunde 2018 insgesamt rund 100 Millionen Dollar (ca. 88 Mio. Euro) von Investoren eingesammelt – eine der größten Finanzierungsrunden, die je ein deutsches Start-up erhalten hat. Größter Investor ist die Londoner Private-Equity-Gesellschaft Vitruvian Partners. Zudem ist die Investmentgesellschaft Kinnevik (Schweden) neu eingestiegen. Letztere investierte u. a. in Zalando.

Wie funktioniert die Anlage bei Zinspilot?

ZINSPILOT ist selbst keine Bank. Der Zinsbroker tritt lediglich als Vermittler auf. Wollen Sparer über ZINSPILOT Geld bei einer ausländischen Bank anlegen, läuft der Prozess wie folgt: Zunächst wird über ZINSPILOT ein ZINSPILOT-Konto bei einer Partnerbank in Deutschland (Sutor Bank) eröffnet. Auf dieses Konto transferieren die Sparer den Anlagebetrag.

Von dort wird das Geld kostenfrei zur Anlage bei der ausländischen Bank überwiesen. Am Ende der Laufzeit wird es gemeinsam mit den Zinsen zurück auf das Auszahlungskonto des Anlegers transferiert. Werden schon vor Ende der Laufzeit Zinsen ausgezahlt, kann auf diese auch schon vorher zugegriffen werden.

Im Unterschied zu den beiden anderen großen Zinsbrokern müssen ZINSPILOT-Sparer kein Konto direkt im Ausland eröffnen. Stattdessen treten die deutschen Partnerbanken Sutor Bank und FinTech Group Bank AG als Treuhänder auf, die das Guthaben der ZINSPILOT-Kunden für den Sparer als wirtschaftlich Berechtigtenauf dem entsprechenden Konto im Ausland anlegen. Dadurch vereinfacht sich der Anlageprozess deutlich. Der Anleger muss nur noch den Anlagebetrag auf sein Konto bei der deutschen Partnerbank überweisen und im Verwendungszweck angeben, wo das Geld angelegt werden soll. Den Rest übernehmen die Partnerbanken für ihn vollständig. Die Technologie für den treuhänderischen Anlageprozess wird bereits von über 30 Banken eingesetzt.

Wie können Sparer ein Konto bei Zinspilot eröffnen?

Die Kontoeröffnung über ZINSPILOT ist nicht schwer. Sparer suchen sich eines der Produkte auf der Homepage aus. Über den Button „Jetzt anlegen“ gelangen sie zur Antragsstrecke. Zunächst erfolgt die Registrierung. Sie ist kostenfrei und unverbindlich. ZINSPILOT fragt nach Vor- und Nachnamen, der E-Mail-Adresse sowie einem Passwort. Auch eine Zustimmung zu den AGBs und den Datenschutzbestimmungen ist nötig. Im Anschluss erhalten die Sparer einen sechsstelligen Zahlencode per E-Mail, mit dem sie die Registrierung abschließen können. Im zweiten Schritt wird das Konto bei der Sutor Bank bzw. FinTech Group Bank AG eröffnet (je nachdem, um welches Angebot es sich handelt). Es sind drei Teile auszufüllen. Es werden nochmal persönliche Daten wir der Name abgefragt, außerdem die Adresse und der Berufsstatus. Zudem ist es erforderlich, ein Referenzkonto anzugeben. Erneut sind die AGBs und die Datenschutzbestimmungen zu bestätigen. Jetzt fehlt nur noch die Legitimation.

Wie steht es um PostIdent und VideoIdent?

Um ein Konto über ZINSPILOT zu eröffnen, ist eine Legitimation erforderlich. Über das POSTIDENT-Portal der Deutschen Post können Anleger zwischen Video-Ident- oder PostIdent-Verfahren wählen.

Seit April 2020 neu bei ZINSPILOT: Legitimierung per Video-Ident. Das Video-Ident-Verfahren lässt sich über einen Videochat bequem und papierlos von zuhause durchführen.

Die klassische Alternative ist das PostIdent-Verfahren. Sparer drucken das von ZINSPILOT bereitgestellte Formular aus und bringen es ausgefüllt zur Post. Dort ist zudem der Ausweis vorzuzeigen.

Positiv ist, dass Sparer die Legitmierung nicht jedes Mal, wenn sie ein Konto über ZINSPILOT abschließen, durchführen müssen. Eine Legitimation genügt.

Wie hoch ist die Einlagensicherung bei Zinspilot?

Die Einlagen der Sparer sind bei einer Anlage über ZINSPILOT jederzeit geschützt. Das Geld wird zunächst auf ein deutsches Konto bei der Sutor Bank oder der FinTech Group Bank AG transferiert. Beide Banken unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung Deutschlands in Höhe von 100.000 Euro je Kunde. Von dort wird das Geld zur Partnerbank im Ausland transferiert. Es handelt sich ausschließlich um Banken innerhalb der Europäischen Union. Damit greifen die EG-Richtlinien 94/19/EG, 97/9/EG und 2009/14/EG. Diese sorgen dafür, dass in allen Ländern der EU eine gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro je Kunde gilt.

Um die Sicherheit der Anlage besser einschätzen zu können, liefert ZINSPILOT Sparern zusätzlich Informationen zu den Ratings des Landes und der Bank (sofern vorhanden). Die Ratings werden von Ratingagenturen wie Fitch oder Moody’s erstellt. Sie bewerten die Bonität des Landes bzw. der Bank. Je höher die Bewertung, desto sicherer sind die Anlagen.

Besonderes Augenmerk sollten Sparer auf das Länderrating legen. Da Einlagen bei den Partnerbanken im Ausland über die jeweilige gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind, haftet bei einer Zahlungsunfähigkeit der Bank in letzter Instanz der Staat.

Malta beispielsweise erhält von der Ratingagentur S&P ein gutes A-, von Moody’s ein ebenfalls gutes A3. Frankreich ist mit AA bei S&P und Aa2 bei Moody’s nicht ganz so gut wie Deutschland mit AAA bzw. Aaa. Alle Informationen rund um Länder-Ratings und das Abschneiden einzelner Staaten führen wir auf dieser Seite auf.

Zugang zu ihrem Konto erhalten Sparer mit ihrem Benutzernamen und ihrem Passwort. Ein TAN-Verfahren fehlt hingegen. Aber: Bei Zinspilot wird bereits bei der Antragstellung ein Auszahlungskonto hinterlegt, welches nur auf schriftlichen Antrag des Kunden bei der Sutor Bank zu ändern ist. Die Sutor Bank gleicht die Unterschrift des Kunden dabei mit der des Kontoeröffnungsantrages ab und akzeptiert nur Änderungen auf die exakt selber Person, auf die Zinspilot-Konto ausgestellt ist. Es können also nur Auszahlungen auf ein Referenzkonto getätigt werden, dass auf den Namen des Anlegers lautet und das bereits bei Kontoeröffnung hinterlegt werden muss. Das Zinspilot-Konto nimmt nicht am Zahlungsverkehr teil. Auszahlungen auf fremde Konten sind nicht möglich!

Fazit im Zinspilot Test

ZINSPILOT ist ohne Zweifel ein Big Player unter den Zinsbrokern. Zwar ist das Angebot nicht so umfangreich wie beim Konkurrenten WeltSparen oder Zinsgurus. Die Auswahl an Fest- und Tagesgeldern aus dem europäischen Ausland überzeugt jedoch. Maximal können je Bank 100.000 Euro angelegt werden. Das entspricht zugleich der Höhe der Einlagensicherung, wodurch das Geld der Sparer jederzeit zu 100 Prozent geschützt ist. Auch Sparer ohne Fremdsprachenkenntnisse müssen keine Sorgen haben: Der Kundenservice ist deutschsprachig und an fünf Tagen die Woche erreichbar.

0
Bewertung von 10 🌠🌠🌠
Benutzerfreundlichkeit 83%
Gebühren 69%
Anlagenauswahl 98%
Kundenservice 79%

Zinspilot Pros

Zinspilot Contras

Sie suchen nach einer WeltSparen Alternative?

5/5
4.5/5
4/5
Scroll to Top